HOCH-N:Entwicklung des HS-DNK in Anlehnung an den bestehenden DNK

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Für das Lenken organisationaler Prozesse ist es unerlässlich, zunächst den eigenen Standpunkt zu bestimmen, zum Beispiel mit einer Status quo-Analyse. Für den Bereich der Nachhaltigen Entwicklung in Hochschulen kann dies erfolgen, indem nachhaltigkeitsrelevante Aktivitäten strukturiert erfasst und in einem Nachhaltigkeitsbericht beschrieben werden.

Wenn sich eine Hochschule auf den Weg machen möchte, einen Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen, ist es sinnvoll, verschiedene praxisorientierte Aspekte zu berücksichtigen. Beispielsweise ist es für eine Dokumentation der Nachhaltigkeitsaktivitäten einer Hochschule von besonderer Wichtigkeit, dass auch bisher nachchhaltigkeitsfremde Personen innerhalb der Hochschule einen leichten Einstieg in die Thematik erhalten und vor allem die Vielfältigkeit dieses Themengebiets erfassen können. Dabei stellen sich für die Datenerhebung grundsätzlich die Fragen „Was?“, „Wie?“ und „Wer?“.

Fokussiert auf die Nachhaltigkeitsberichterstattung an Hochschulen hat der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) 2015 zu partizipativen Veranstaltungen eingeladen und die Anpassung des Deutschen Nachhaltigkeitskodex für Unternehmen hin zu einem Standardwerk für Hochschulen befürwortet. Bis Frühjahr 2016 wurde eine Beta-Version des hochschulspezifischen Nachhaltigkeitskodex (im Folgenden kurz „HS-DNK“ oder „Kodex“) mit circa 50 Personen aus diversen Hochschulen Deutschlands entwickelt. Mit dem Projektstart von HOCHN im November 2016 wurde auch der Grundstein gelegt für die partizipative Weiterentwicklung der Beta-Version des Leitfadens (veröffentlicht Mai 2018) zur nun vorliegenden und ebenfalls partizipativ erarbeiteten 2. überarbeiteten Version. Mit diesem Leitfaden stellen wir den Kodex im nachfolgenden Kapitel anhand von 20 Kriterien vor. Über den niedrigschwelligen Einstieg in die Berichterstattung erhoffen wir uns, einen Beitrag zu erhöhter Nachhaltigkeitsberichterstattungsaktivität an deutschen Hochschulen zu leisten.

Der vorliegende Leitfaden als 2. Überarbeitete Version wurde in einem partizipatorischen Prozess entwickelt. Die Anwendungserfahrungen mit dem Leitfaden sind zusätzlich in einen integrierten Gesamtleitfaden aller HOCH-N-Handlungsfelder eingeflossen. Dabei wurden insbesondere die Indikatoren zur Konkretisierung der Kriterien geschärft und eine Verknüpfung mit den Sustainable Development Goals (SDG) angestrebt. Bei den nachfolgend beschriebenen Kriterien handelt es sich um eigenständige Ausarbeitungen durch Paten-Hochschulen innerhalb und außerhalb des HOCHN-Projektverbunds. Mit diesem Vorgehen wurde bereits in allen Projektphasen von HOCHN erprobt, wie der Erfahrungsaustausch in Workshops sowie die anschließende dokumentarische Arbeit an den verschiedenen Nachhaltigkeitskriterien über die Grenzen der elf Verbundhochschulen hinaus gelingen kann. In die Kriterienbeschreibungen sind somit individuelle Erfahrungswerte der jeweiligen Patenhochschule eingeflossen. Dieser gelernte Prozess mit seinen spezifischen Anforderungen an Zeit und personelle Ressourcen war wiederum eine wichtige Erfahrung für die anschließende Pilotierungsphase in allen Handlungsfeldern von HOCHN und den Gesamtleitfaden. Dennoch sehen wir vor diesem Hintergrund noch Weiterentwicklungspotenzial und freuen uns daher über Feedback für die künftige Weiterentwicklung des Leitfadens!

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